– Never Give Up. No Excuse. Try Again. Take the Challenge –

Zum Beginn des Herbstes könnten wir weiter über die wunderbare Entwicklung des Mädchens aus Lissabon berichten. Sie hat sich nämlich innerhalb der letzten zwei Jahre in Dubai zur Managerin weiterentwickelt. Für ein internationales Hotel sucht sie dort für deren Bars und  Restaurants bereits selbst Personal. So schnell kann man heute Karriere machen, wenn man bereit ist Neues zu beginnen ….

Doch heute wollen wir uns auf unser Fischerdorf Ohzashi in Tohoku konzentrieren. Zur Erinnerung: Das Fischerdorf Ohzashi wurde am 11.3.2011 vom Tsunami total zerstört. Die Seetang (Wakame) Farmen mit ihren tonnenschweren Befestigungsblöcken, die Boote und die Produktionsanlagen direkt am Hafen wurden weggespült, ihre Wohnhäuser vernichtet. Heute, 3 1/2 Jahre später leben die Fischer und Ihre Familien immer noch beengt in ihren behelfsmäßigen Containerhäusern etwa 50 Meter oberhalb des ehemaligen Ohzashi. Siehe auch unsere Website vom Juli 2013 http://shoganai.com/?p=1236

Ihren Kindern konnten wir von Deutschland aus beim Aufbau des Kinderhauses http://shoganai.com/2012/11/kodomohaus/  unterstützen. Das Haus wird ständig  genutzt und ist zwischenzeitlich zu einem Zentrum für die Fischerfamilien, für internationale Besucher und Menschen aus der lokalen Umgebung geworden. Siehe auch unsere Website vom Mai 2013
http://shoganai.com/?p=1046

_DSC2880_1Shota Abe, heute 28, verheiratet, 3 Kinder,  hatte durch den Tsunami ebenfalls alles verloren. Er und seine Eltern standen vor dem Nichts. Zunächst hatte er beim Aufbau der ehemaligen Produktionshallen mit geholfen. Getrieben vom nackten Überlebenskampf für seine noch junge Familie hat er sich mit drei weiteren Fischern zu einer kleinen Kooperation zusammengeschlossen, um zunächst ihre Wakame Farmen wieder aufzubauen und vor der Küste zu verankern. Sie haben Gelder aufgenommen, die über einen Zeitraum von drei Generationen zurückgezahlt werden müssen. Das erforderte Weitsicht und sehr viel Mut.

Neben dem Wiederaufbau der Farmen und der Produktionen an Land mussten neue Absatzwege erschlossen werden. So wurde erstmalig in Japan der Zwischenhandel ausgeschlossen und das so gut schmeckende Wakame direkt an Hotels und Restaurants verkauft. Insbesondere deshalb, weil die bisher eingefahrenen Distributionswege auch zerstört worden waren. Außerdem war der Absatz von Wakame und Fischen durch die Gerüchte um radioaktive Verseuchung nach dem Fukushima Desaster eingebrochen. So wurde Shota Abe, ein von dieser Not getriebener Fischer, auch noch zum Verkäufer. Erst später, als alle Gerüchte sich schon in den Köpfen der Menschen eingenistet hatten, wurde bekannt, dass das Meer um Ohzashi nicht von Radioaktivität betroffen worden war. Ganz im Gegenteil, hier wird jetzt der beste Qualitäts-Wakame Japans geerntet. Das Wasser im Meer vor Ozashi wurde durch die heftigen Verwirbelungen ausgetauscht und somit so stark gereinigt, dass dadurch erst diese hohen Qualitäten des Wakame entstehen konnten.

Aber das ist noch nicht alles. Jetzt hat er sich mit 12 weiteren jungen Fischern aus dem Küstengebiet von Tohoku zur „Fisherman Japan“ Kooperative zusammengeschlossen.
http://fishermanjapan.com/#/philosophy und im Video http://fishermanjapan.com/#/movie

_DSC2896_1Sie können damit nicht nur das Wakame von Shota Abe verkaufen, sondern mit einem kompletten Angebot von Fischen aus der Region Sanriku bei ihren Kunden antreten. Sogar ein Fan Club und ein Supporter Club haben sich bereits etabliert. Jeder kann mit ihrer Internetseite verschiedenste Rezepte selbst ausprobieren.

Der Bekanntheitsgrad dieser jungen Fischer wächst durch „Fisherman Japan“ stetig. Nicht nur in Japan, sondern darüber hinaus auch in anderen asiatischen Ländern.

Heute können wir berichten, dass Shota Abe, der eigentlich Tag und Nacht im Einsatz ist und so gar keine Zeit neben seinen Geschäften hat, als jüngstes Mitglied vom Lions Club Ishinomaki aufgenommen wurde. Damit wurde sein Einsatz nach dem Tsunami für den Wiederaufbau honoriert. Und das mit jetzt erst 28 Jahren!

Shota Abe hat für seine Vision, dass er aus einer katastrophalen Niederlage heraus zu neuen Ufern findet, seinen unerschrockenen Glauben an das Gelingen, seine harte Arbeit und seinen Durchhaltewillen und Mut alles so umsetzen, wie er sich das vorgestellt hat, unseren Preis:

– Never Give Up. No Excuse. Try Again. Take the Challenge –

verdient. Wir wünschen ihm, seiner Familie und seinen Mitstreitern jetzt Freude am gelungenen Projekt und Kraft für die geplanten Erweiterungen.

Ihnen einen hoffentlich goldenen Herbst.